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♣Andrea im Interview Teil 2

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Ich mag sehr gerne Fußball – allerdings überwiegend im Fernsehen. Mein Verein ist Schalke 04, mein „Heimatverein“. Leider komme ich nicht so oft zu Spielen ins Stadion, weil ich Samstag sehr oft selbst unterwegs bin. Und zu meiner Lebensqualität gehört auch ein regelmäßiger Sauna-Besuch. Wir haben eine bei uns im Haus, die ich regelmäßig einheize. Damit halte ich mich auch von Erkältungen fern.

Wo haben Sie Ihren Lebensmittelpunkt?
Seit 18 Jahren ist das Recklinghausen.

Könnten Sie sich vorstellen, woanders zu leben, vielleicht sogar ganz auszuwandern?
Nein. Ich bin hier verwurzelt, hab meine Familie hier. Wir fühlen uns hier sehr wohl Natürlich weiß man nie, was das Leben noch so an Überraschungen bereit hält. Ich fahre ja auch gerne weg, komme aber immer wieder gerne nach Hause. Leipzig zum Beispiel finde ich eine tolle Stadt. Oder Magdeburg. Das optimale wäre, ein kleine Wohnung in Leipzig, eine in Magdeburg und hier zu Hause zu sein. (lacht)

Haben Sie Geschwister?
Ich habe einen Älterer Bruder namens Ralf (52). Er hat aber mit dem Business nichts zu tun. Er freut sich für mich über meine Erfolge, hält sich aber sonst aus meinen beruflichen Angelegenheiten raus. Wir haben ein gutes Verhältnis zu einander.

Haben Sie Haustiere?
Ich hatte immer Hunde. Mein letzter Hund, ein Boxer, ist vor zwei Jahren gestorben. Ich hatte nach seinem Tod das Gefühl, ihn nicht ersetzen zu können. Zudem wurde es immer schwieriger, meinen Job mit einem Hund zu vereinbaren und immer wieder zu meinen Eltern zu bringen.
Ich habe dann angefangen, die Nachbarskatzen und ein paar streunende Katzen zu füttern. Eine hat sich dann angesiedelt – und bekam kurz darauf fünf Junge. Drei davon hab ich gut untergebracht, zwei behalten. Der kleine Kater wurde dann leider überfahren, so dass heute noch Mutter und Tochter bei uns leben. Und wir haben noch sieben Vögel, das ist mit den beiden Katzen manchmal ziemlich kompliziert! (lacht)

Wie stark ist Ihre familiäre Bindung zu Ihren Eltern?
Schon sehr stark. Meine Eltern wohnen nur neun Kilometer weg von mir und ich komme an sich schon jeden Tag mal bei ihnen vorbei. Und wenn es nur auf ein halbe Stunde auf einen gemeinsamen Kaffee ist.

Sind Sie Ihren Eltern heute dankbar dafür, dass diese Ihre Karriere als Kinderstar gefördert haben?
Ja – auf jeden Fall. Es hat mir ja nicht geschadet. Sicherlich hätten wir damals viel mehr Geld verdienen können. Aber meine Eltern haben mich nicht verheizt oder mit übertriebenem Ehrgeiz dazu getrieben, auf die Bühne zu gehen. Ich habe ganz normal die Schule besucht, bin nicht durch die Gegend getingelt. Für eine TV Sendung hab ich höchstens mal ein oder zwei Tage gefehlt, Plattenaufnahmen waren immer in den Ferien. Da war aber auch die Schule sehr dahinter her. Hätten die Leistungen nicht mehr gepasst, hätte ich nicht mehr frei bekommen.

Apropos Albumtitel Träume: In früheren Interviews hieß es öfter, sie träumten von einem harmonischen Familienleben mit vielen Kindern. Der Kinderwunsch hat sich bisher leider nicht erfüllt. Woran lags? Und: Wie enttäuscht sind Sie darüber?
Nein, darüber bin ich nicht enttäuscht. Es hat einfach noch nicht sein sollen. Mit meinem Exmann war die Zeit nie reif dafür – und heute bin ich froh, dass es so gekommen ist. Denn bei der Scheidung wären die Kinder dann die Leidtragenden gewesen.

Haben Sie mit diesem Thema abgeschlossen?
Nein– es ist aber ja auch noch nicht zu spät. Vielleicht kommt das ja noch? Wer weiß, was die Zukunft noch bringt...

Könnten Sie sich eine Adoption vorstellen?
Eigentlich nicht. Aber wir haben noch nicht ernsthaft darüber nachgedacht. Ich nehme das Schicksal wie es kommt. Und sicher gehe ich auch ohne Kinder meinen/unseren Weg.

Wenn Sie eine Tochter hätten. Würden Sie eine ähnliche Karriere wie die Ihre fördern?
Ich wollte immer nur Jungs. (lacht)...Spaß beiseite: Wenn das Kind Talent hat und das möchte, dann kann man das fördern. Aber ich würde nie etwas erzwingen wollen.

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht Sängerin wären?
Keine Ahnung. Diese Frage stellte sich nie. Ich war gleich nach der Schule sehr viel mit der Musik unterwegs. Das wäre mit einer Lehre nicht vereinbar gewesen. Aber vielleicht wäre aus mir eine gute Goldschmiedin geworden – wer weiß.

Ihr größter Hit war „Und dabei lieb ich Euch beide“. Wenn Sie heute auftreten – singen Sie diesen Titel noch?
Nein, das geht allein von der Tonart nicht mehr. Außerdem würde dieses Lied wohl nicht gut zu einer erwachsenen Frau passen.

Silvester 1977 begeisterten Sie Millionen mit Ihrem ersten Auftritt, wurden zum Kinder-Star. Dieser Tag jährt sich nun schon zum 30. Mal. Wenn sie auf die vergangenen drei Jahrzehnte zurückblicken: Welches Fazit für sich persönlich ziehen Sie?
Ich kann nichts Negatives über meinen Werdegang und das ganze Business sagen. Mein Beruf macht mir heute wie damals sehr viel Spaß. Erfolg kann man nicht erzwingen. Ich gab und gebe mein Bestes, bei der Titelauswahl und bei den Auftritten. Alles andere – Erfolg oder nicht, das entscheidet dann letztendlich doch das Publikum.

Haben Sie eine beste Freundin, die sie sozusagen schon aus dem Sandkasten kennen?
Nein, eine „beste Freundin“ habe ich nicht. Ich habe viele Bekannte, gute Freunde aus meinem direkten Umfeld, denen ich mich anvertrauen kann, wenn mir mal was auf dem Herzen liegt. Ich habe viele Ansprechpartner, aber keine „Beste Freundin“.

Gibt es enge Freundschaften in der Branche? Mit wem pflegen Sie ein gutes Verhältnis? Und wer hat Sie persönlich am meisten enttäuscht?
Nein, enge Freundschaften gibt es hier meiner Meinung nach nicht. Jeder wohnt woanders, oft weit weg voneinander, am anderen Ende Deutschlands. Man freut sich bei einigen Menschen besonders, wenn man sich wieder trifft. Bernd Clüver und Bernhard Brink gehören hier für mich zum Beispiel dazu. Die beiden haben zeitgleich mit mir im Schlagergeschäft angefangen. Da freue ich mich am meisten, wenn ich die „Alten“ wieder treffe.

Ein paar typische Frauenfragen:
Gehen Sie gern shoppen?
An sich nicht. Nur für meinen Mann – für den kaufe ich sehr gerne Klamotten. Und für mich Kosmetik. Es gibt da so ein paar Parfümerien, aus denen ich nicht herauskomme, ohne eine Kleinigkeit gekauft zu haben.

Wissen Sie spontan, wie viele paar Schuhe Sie besitzen?
Wenig... Ein paar tolle Bühnenschuhe , aber die brauche ich privat auch nicht. Ich habe jedenfalls kein großes Schuhzimmer!  Natürlich hab ich ein paar Schuhe, wenn man sich mal schick machen möchte. Aber privat gehe ich leger, da brauche ich nicht viele verschiedene Schuhe.

Telefonieren Sie gerne? Wie lange dauern ein Telefonat mit einer guten Freundin?
Schon...ja...  (lacht)... Mit meinem Fanclubleiter werden das schon mal eineinhalb Stunde. Ich kann mich überhaupt gut mit Männern unterhalten. Die haben schließlich auch mal Probleme, die sie besprechen möchten – nicht nur Frauen.

Worauf achten Sie bei Männern zuerst?
Ehrlich??? Mein Lebensgefährte spielt regelmäßig Tennis und hat davon richtig schöne Beine. Das sieht man aber ja nicht immer auf den ersten Blick. Da zählt der Gesamteindruck. Aber schöne Beine und ein schöner Po sind mir wichtig!

Glauben Sie an Gott? Beten Sie?
Ja, ich glaube an Gott. Ich gehe zwar nicht jeden Sonntag in die Kirche, aber ich könnte auch nicht aus der Kirche austreten, das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

Haben Sie Ängste?
Ich leide ganz schlimm an Flugangst. Ich steige zwar in einen Flieger, wenn´s sein muss. Aber Flugzeuge sind für mich ein Greuel. Ich stehe dabei tausend Ängste au, habe wirklich Angst vor einem Absturz. Wenn jemand dabei ist, geht´s noch, aber alleine...

Zwei positive Eigenschaften, die Sie an sich selbst mögen?
Das kann man von sich selbst ja immer sehr schwer sagen. Ich bin pünktlich, das erwarte ich auch von anderen. Ich bin treu, das ist für mich auch das Wichtigste, was ich von meinem Partner erwarte.

Haben Sie Schwächen?
Ich bin ein kleiner Dickkopf und kann schlecht verzeihen. Wenn mir einer richtig weh getan hat, dann dauert das länger, bis das wieder in Ordnung kommt. Das ist typisch für mein Sternzeichen Stier. Ich komme damit aber ganz gut zurecht und hab dadurch Menschenkenntnis entwickelt. Viele erste Eindrücke bestätigen sich im Laufe der Zeit.

Sie haben die berühmten 3 Wünsche frei – Was wünschen Sie sich?
Gesundheit – das steht wohl bei jedem an erster Stelle. Dass ich und die Familie, mein Mann, gesund bleiben. Und dass mich die Leute weiterhin mögen, dass ich weiterhin ein bisschen Erfolg habe. Und dass ich nach New York komme...

Zurück zum Albumtitel: Verbotene Träume – Haben Sie selbst „Verbotene Träume“?
Beim Träumen ist alles erlaubt, sonst wären es ja keine Träume. Man muss es ja niemandem erzählen. Aber im Prinzip gibt es keine verbotenen Träume!

Zum Schluss:
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Mit 50... oh je... Das wird sicher anders als mit der 40. Ich schätzte, dass ich dann verheiratet bin und hoffe, dass ich einen Sohn habe. Und die Bühne? So lange die Leute mich sehen und hören wollen, möchte ich auch gerne weiter machen. Man weiß ja auch nicht, wie lange man gesundheitlich so weitermachen kann –ich hoffe, noch lange – mit neuen Titeln, neuen Songs und neuen Alben!

Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle http://www.deutsch-total.de