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♥Andrea im Interview Teil 1

In Kooperation mit Koch Universal Music hatten wir die Gelegenheit, Andrea Jürgens zur Veröffentlichung ihrer neuen CD "Verbotene Träume" und zum 30 jährigen Bühnenjubiläum zu einem Interview zu treffen. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Doris Kormann und natürlich an Andrea Jürgens! Klicken Sie einfach auf weiterlesen und Sie erfahren eine Menge Neues zu und über Andrea Jürgens:


Hallo Andrea Jürgens – wie geht es Ihnen?
Danke – es geht mir wunderbar. Mein neues Album ist eingesungen, ich habe zahlreiche Auftritte und einen ausgefüllten Terminkalender. Was kann sich eine Sängerin mehr wünschen? 

Sie feiern in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum. Dazu herzlichen Glückwunsch! Wie dürfen wir uns das Fest zum Jubiläum vorstellen?
Ein großes Fest, wie man sich das vielleicht vorstellt, hatte ich noch zu keinem meiner Bühnenjubiläen. Es ist auch nicht so, dass dann eines Tages die Plattenfirma vor der Türe steht und an einem bestimmten Tag gratuliert. Ich feiere dieses 30-jährige Bühnenjubiläum mit meiner Familie, meinem Lebensgefährten und meinen Eltern. Wir sitzen dann zusammen, essen etwas Leckeres und denken an die Zeit damals, an meinen ersten TV Auftritt. Manchmal ist es dann schon erschreckend, wenn einem dann bewusst wird, dass es nun wirklich schon 30 Jahre her ist. Manchmal kommt es mir vor, als wäre es gestern gewesen.

Waren Sie in diesen 30 Jahren konstant als Sängerin unterwegs oder gab es längere Pausen?
Nein, längere Pausen im Sinne einer Zeit, in der man Abstand vom Beruf nimmt, hatte ich überhaupt nicht. Es ging immer konstant weiter. Natürlich gab es hier auch Höhen und Tiefen, wie bei jedem anderen Künstler auch. Mal war etwas mehr Rummel, dann wieder kamen ruhigere Zeiten. Aber im Prinzip war ich immer da! (lacht)

Zum Jubiläum wird es auch ein neues Album von Ihnen geben. Es heißt „Verbotene Träume“. Was erwartet Ihre Fans hier?
Es wird auch diesmal wieder ein typisches Andrea Jürgens Album werden. Das ist das, was die Fans wollen und kennen. Ich lasse mich da auf keine Experimente ein. Ich bin nun einmal wie ich bin – und das spiegelt sich auch immer in meiner Musik wieder. „Verbotene Träume“ ist ein rundes Album geworden. Es ist was Modernes drauf, typischer Deutscher Schlager, Lieder, die zu Herzen gehen, von der großen Liebe erzählen, aber auch Lieder, die vom Trennungsschmerz handeln. Eine richtig schöne „Schnulze“ ist natürlich auch wieder dabei. Ein Song vom Urlaub, in dem einer Frau die Liebe begegnet ist und von der man dann Abschied nehmen muss. „Verbotene Träume“ bietet abwechslungsreiche musikalische und inhaltliche Themen – für jeden ist wieder etwas dabei.

Mit wem haben Sie für dieses Album zusammen gearbeitet?
Mein Hauptproduzent war auch bei diesem Album wieder Alfons Weindorf. Dazu kam die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeite mit Uwe Hasselsteiner und Heiko Schneider. Die beiden kennen mich schon seit vielen Jahren, haben schon einiges für mich geschrieben und sind vor allem für die moderneren Titel verantwortlich.
 
Schreiben Sie auch selbst? Nehmen Sie Einfluss auf Ihre Songs?
Nein, ich schreibe nicht selbst. Meine Stärke ist das Singen – hier halte ich es nach dem Sprichwort „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Ich bringe manchmal inhaltliche Ideen mit ein. Aber meist suche ich mir Texte aus, die zu mir passen und die mir aus dem Herzen sprechen. Ich muss mich mit meinen Songs identifizieren können. Aber mein Team kennt mich mittlerweile so gut, dass mir nichts angeboten wird, was überhaupt nicht zu mir passen würde.

Wie authentisch sind Ihre Lieder – wieviel steckt da wirklich von der Person Andrea Jürgens drin?
Dadurch, dass ich die Texte nicht selbst schreibe, erzählen meine Lieder im Grunde nicht meine eigene Geschichte. Ich suche mir eben Themen aus, die mir gefallen. Aber es sind selten persönliche Erlebnisse. Beim letzten Album haben wir aber einmal voll ins Schwarze getroffen. Der Song „Gleich nebenan“ hätte tatsächlich genau so von mir sein können. Denn hier wird die Geschichte erzählt, wie ich mit meinem Lebensgefährten zusammen gekommen bin, der eben „gleich nebenan“ gewohnt hat. Aber das war reiner Zufall und wir lachen heute noch gerne darüber, dass mir genau unsere Geschichte als Lied angeboten wurde.

Welche Titel der neuen CD liegen Ihnen besonders am Herzen? Und warum?
Der Titelsong ist gleichzeitig die aktuelle Single und einer meiner Lieblingstitel auf dem Album. Ich mag aber auch gerne die Songs „Dieses Parfum auf deiner Haut“ und „Zurück zu mir“– die gefallen mir einfach gut. „Sehnsucht nach Sonne“ ist der Titel auf dem Album, der mir stimmlich am besten liegt. Da konnte ich sofort das richtige Gefühl reinbringen und wir hatten ihn erstaunlich schnell perfekt aufgenommen.

2007 haben Sie Ihren 40. Geburtstag gefeiert. Manche Frauen behaupten: „Ab 40. wird’s erst richtig schön“. Wie stehen Sie dazu?
Ich hatte keine Angst vor diesem Geburtstag. Wir haben ihn ganz normal gefeiert. Erst hinterher wurde mir eines Tages bewusst, dass ich damals mit ca. zehn Jahren Mireille Matthieu kennen gelernt habe. Die war damals so um die 40 und für mich eine wahnsinnig tolle und reife Frau. Und nun bin ich selbst so alt – das ist beeindruckend, erschreckt mich aber nicht. Ich bin gesund, fühle mich wohl in meiner Haut und habe keine Angst vor dem Alter. Schließlich ist man mit diesem Schicksal ja auch nicht allein! (lacht)...

Vieles steckt man mit 40 nicht mehr so leicht weg, wie mit 20. Wie regenerieren Sie sich, wenn Sie doch mal über die Stränge geschlagen haben?
Das passiert mir eigentlich so gut wie nie. Ich versuche ein ausgeglichenes Leben zu führen und extremen beruflichen und privaten Stress zu vermeiden. Und ich bin gerne zu Hause – das ist für mich ein ausgleichendes Element. Zu Hause fühle ich mich einfach wohl. Und mein Haushalt und der Alltag helfen mir auch immer schnell wieder, auf den Boden zurück zu kommen. Wenn ich dann den Staubwedel schwinge, dann hab ich mich ganz schnell wieder regeneriert! (lacht)

Wie halten Sie sich im Alltag fit?
Oh – das ist ein etwas kritisches Thema... Ich treibe an sich ein bisschen zu wenig Sport. Ich habe immer sehr gerne Tennis gespielt, aber seitdem ich einen Tennisarm zu kurieren hatte, ist auch das immer weniger geworden. Wir haben zu Hause ein paar Fitnessgeräte stehen, z.B. einen Stepper, den nutze ich ab und zu ganz gerne.

Viele Interpreten klagen über schlechte Lebensgewohnheiten die auch durch den Beruf bedingt sind, z.B. während einer Tournee. Achten Sie sehr auf eine gesunde Lebensweise?
Wie gesagt – ich versuche, extremen Stress im Job zu vermeiden. Große Tourneen, wo man wochenlang nicht zu Hause ist und sich immer nur von Fast Food und schneller Küche ernähren kann, sind nicht mein Ding. Ansonsten achte ich auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Ich koche gerne und oft selbst. Da verwende ich bewusst frische Lebensmittel und achte auf den Gesundheitsfaktor. Wir müssen auch nicht immer große Mahlzeiten haben, oftmals reicht ein Salat oder ein leichtes Gemüsegericht.

Sind Sie wetterfühlig? Bei vielen Menschen bedeutet schlechtes Wetter auch gleichzeitig schlechte Laune – wie geht es Ihnen damit?
Nein, ich habe eigentlich immer Sonne im Herzen, so dass das Wetter meine Stimmung nicht wirklich beeinflusst. Ich versuche immer, die Gute Laune zu behalten und lasse mir diese nicht schnell verderben. Aber wer von uns mag schon gerne trübe Regentage? Da gebe ich gerne zu, dass ich dann schwerer aus dem Bett komme und gerne ein wenig länger liegen bleibe.

Was liegt auf Ihrem Nachttisch?
Ich glaube, das was man auf den Nachttischen sehr vieler Frauen findet: Ein Bild von meinem Mann, meine Nachtcreme, eine Handcreme und ein Fettstift für die Lippen. Ich glaube, das wars schon.

Was bedeutet privates Glück für Sie?
Ein harmonisches Umfeld zu Hause ist für mich das A und O. Wenns zu Hause nicht richtig klappt, kann man nicht glücklich sein. Auch im Job kann man meiner Meinung nach nur dann sein Bestes geben, wenn man eine intakte Beziehung hat. Private Probleme würden das gesamte Wohlbefinden beeinflussen. Meine gute Beziehung zu meinem Partner ist für mich die Grundlage für privates Glück.

Wie definieren Sie Luxus?
Ich bin der Meinung, dass man generell nicht über die Stränge schlagen muss, auch wenn man besser verdient als andere. Für mich geht Luxus an sich meist mit dem Job einher. Schöne Bühnengarderobe ist wichtig, da gönne ich mir auch ein bisschen Luxus. Aber im Privaten brauche ich keine teueren Klamotten, da fühle ich mich sportlich-gepflegt am wohlsten. Der einzige Luxus, den ich mir ab und zu gönne, ist gute Kosmetik.

Wo verbringen Sie am liebsten Ihre Urlaube?
Am Wörther See in Kärnten. Ich bin totaler Österreich-Fan. Egal ob im Sommer oder im Winter zum Skifahren. Wir überlegen derzeit allerdings, ob wir nicht den nächsten Urlaub mal in Dubai verbringen werden. Aber im Grunde bin ich mit Urlauben in Österreich und der Schweiz vollkommen glücklich. Ein Traum von mir ist allerdings einmal eine ausgedehnte Christmas-Shopping-Tour in New York. Ich bin der volle Weihnachtsfreak, es kann mir gar nicht genug beleuchtet sein und glitzern und blinken. Ich glaube, da wäre ich in der Vorweihnachtszeit in New York genau richtig. Das ist noch ein Traum von mir.

Wie dürfen wir uns Ihren Alltag, einen „normalen Arbeitstag“ vorstellen?
Wenn ich nicht auf der Bühne stehe oder beruflich unterwegs bin, würde ich mich als „Hausfrau“ bezeichnen. Wir haben ein großes Haus, wo ich mich um alles selbst kümmere. Morgens fahre ich meistens auf einen Kaffee zu meinen Eltern. Mein Papa macht für mich die Büroarbeit und hilft mir bei der Fanpost. Dann sprechen wir alles durch, kümmern uns gemeinsam um die Fanpost. Und danach geht’s nach Hause und es stehen all die vielen Tätigkeiten an, die jede Hausfrau nur zu gut kennt.

Sie haben einen langjährigen Lebensgefährten, der gleichzeitig Ihr Manager ist. Wie gut können Sie hier Privates und Berufliches trennen?
Ich bin sehr froh, dass wir das nicht trennen müssen. Wir können das gut zusammen vereinbaren. Wenn er nach Hause kommt, erzählt er mir von seinem Job, ich erzähle von meinem und wir planen gemeinsam meine Jobs. Wir müssen das nicht trennen. Job und Privatleben gehört für uns zusammen. Ich bin glücklich, dass er mich da so unterstützt und mir vieles abnimmt. Er kann gut koordinieren und weiß, was er mir zumuten kann.

Sie sind seit sieben Jahren mit Erhard Grosse zusammen, haben aber noch nicht geheiratet. Weshalb? Hat Ihnen die eine gescheiterte Ehe gereicht?
Nein, daran liegt es nicht. Wir waren und sind an sich glücklich und zufrieden, wie es bisher war und noch ist. Aber wir wollen auf jeden Fall heiraten. Wir haben uns gerade verlobt und fest geplant, in naher Zukunft auch „Ja“ zueinander zu sagen.

Wie stellen Sie sich ihre Hochzeit vor?
Mein Traum ist eine Hochzeit im kleinen Kreis, am liebsten in Österreich. Dort gibt es die Kirche Maria Wörth, wo auch Barbara Wussow und Albert Fortell damals geheiratet haben – das wäre für mich der schönste Ort für meine Hochzeit!  Wichtig ist mir, dass auf alle Fälle meine Eltern und meine Schwiegermutter dabei sind.

Sie bezeichneten Erhard in früheren Interviews als Traummann. Was macht Ihn denn zu Ihrem persönlichen Traummann?
Was ist ein Traummann? Das ist sicherlich ein ganz individueller Begriff. Bei uns funktioniert die Beziehung einfach perfekt. Wir haben uns gesucht und gefunden. Ich bin bei ihm „angekommen“. Wir können einfach nicht mehr ohne den anderen. Das ist für mich der Traum von Beziehung.

Steht schon ein Termin?
Nein, einen festern Termin haben wir noch nicht. Ich wünsche mir aber, dass es nicht mehr lange dauert, denn wir haben ja schon sieben Jahre damit gewartet. „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – das haben wir getan... (lacht) .

Gibt’s es nie Streit?
Doch natürlich – alles andere wäre nicht normal. In jeder Beziehung gibt es mal Schwierigkeiten, das bleibt bei einem gemeinsamen Alltag nicht aus. Aber das Entscheidende ist doch, wie man dann damit umgeht. Und da sind wir beide einfach auf der gleichen Wellenlänge.

Wie verwöhnen Sie Ihren Liebsten?
(lacht): Er würde wohl sagen, er verwöhnt eher mich... Ich glaube, wir verwöhnen uns gegenseitig. Ich mache es gern zu Hause gemütlich, koche was Leckeres. Zeit miteinander und füreinander ist ein Teil des Verwöhnens. Große Geschenke müssen hier nicht sein. Wir wissen, was wir aneinander haben. Ab und zu schicken wir uns mal ein Liebes-SMS und wenn ich morgens vor ihm aus dem Haus gehe, dann schreibe ich ihm immer einen kleinen Zettel mit einer lieben Botschaft und natürlich mit vielen Herzchen!

Obwohl Sie auch weiterhin auftreten und Musik machen, bekommt man von Ihrem Leben nicht viel mit? Warum ziehen Sie sich so zurück?
In 30 Jahren im Musikbusiness hat man selbst viel erlebt und viele private Geschichten von anderen mitbekommen. Sicher kann ich verstehen, dass das Privatleben von Menschen, die auf der Bühne stehen, auch das Publikum und die Fans interessiert. Aber ich finde, man muss auch den Wunsch nach Privatleben respektieren. Die Leute müssen nicht über jede Gefühlsregung informiert werden.

Ich bemühe mich einfach, das Private auch privat zu lassen. In der Vergangenheit wurde ich oft damit konfrontiert, dass Schlagzeilen einfach erfunden wurden. Wenn es danach ginge hätte ich heute schon zehn Kinder und wäre zum fünften Mal verheiratet – mindestens. (lacht)
Und so etwas möchte ich einfach vermeiden.

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Quelle http://www.deutsch-total.de